Für das KMX-Trike gilt dasselbe wie für den Tektoss-Roller: Ich werde weder von Traix Cycles noch von KMX gesponsert. Vielmehr ist es so, dass ich mir grössere Investitionen vorher gut überlege, und dann auch hinter dem Produkt stehe. Die Erfahrungen die ich mit meiner Cobra gemacht habe, haben mich voll bestätigt. Nischenprodukte wie Tretroller oder Trikes muss man fördern, wenn man von ihnen überzeugt ist.

Do

20

Apr

2017

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Dieses Logo ist also das was meine neue sportliche Orientierung bestimmt.

Das Modell "Cobra" von KMX ist ein Stahlrahmen mit kurzem Hinterbau. Ungefedert, und für Trikeverhältnisse sehr preiswert. Der Grund dafür sind die Komponenten aus dem unteren Bereich des Regales. Aber selbst wenn alle diese Komponenten ausgetauscht sind, ist dieses wunderbare Crosstrike immer noch 1500,- Euro preiswerter denn die Modelle der Mitbewerber.

Die Cobra liegt ultratief, hat eine direkte Lenkung (holla!) und vermittelt deswegen ein tolles Kartgefühl. Der Stahlrahmen ist wunderbar unflexibel - da flext nichts am Ausleger am Tretlager und auch nicht wenns downhill rappelt. Und der kurze Hinterbau verändert die Hebelverhältnisse dergestalt, dass etwas mehr Druck auf dem HR ist - also mehr Traktion.

Die von einigen Sesselfahrern geäusserte Behauptung, dass KMX zu sehr rumpeln würde (weil ungefedert), ist Quatsch. Ich habe ja einige Zeit ein vollgefedertes WildOne gefahren. Wenns wirklich derb wurde auf einem Trail, dann klapperte auch da das Gebiss.

Um es kurz zu machen: Wer ein agiles, traktionsverbessertes Trike sucht, und auch wirklich Crossen will, der ist mit der Cobra bestens bedient.

Einzig die Originalbereifung ist ein Ärgerniss. Der Kenda am HR setzt bei der kleinsten Nässe zu, ist in keinster Weise selbstreinigend, so dass ich den gegen einen 2,15 Rocket Ron ausgetauscht habe.

 

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Do

20

Apr

2017

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Wenige Tage nach meinem gelungenen Westtrail-Abenteuer auf dem Roller, habe ich mir den Unterarm gebrochen. Dazu ein paar andere Kleinigkeiten: Finger luxiert, einer davon die Gelenkkapsel gesprengt - also offen.

Das Handgelenk hat nun verschiedene Probleme, dazu kommt ein CRPS, das noch einige Monate behandelt werden muss. Lange Rede - kurzer Sinn: Das Handgelenk verträgt den Druck auf einem waagerechten Lenker, wie am Roller und am MTB, nicht mehr.

Nach 3 Monaten Depressionsphase, auch weil die Hand unbelastbar blieb, habe ich mich dann im Januar wieder berappelt und nach vorne geschaut.

Schnell wurde mir klar, dass nur ein Liegetrike mir wieder das verschaffen kann, was ich am Roller so zu schätzen wusste: Natur, Rhytmus, Adrenalin und Kontemplation.

Auf die KMX Cobra kam ich auch recht schnell. Denn ich wollte vor allem Traktion, und die bieten eben die vollgefederten Trikes mit ihrem langen Hinterbau nicht. Und dann war mir der Stahlrahmen schon sehr sympatisch. Nachdem ich einige Berichte studiert hatte, griff ich zum Telefon. Der Kontakt mit Traix Cycles, dem deutschen Importeur der KMX Trikes, gestaltete sich sehr erfreulich. Schnell waren die Veränderungen an Ritzel, Tretlager und Kettenblatt  besprochen. Und so startete ich nach einem selbstverschuldeten Chaos beim Abholen des Trikes in Münster Richtung Heilbronn.

Aber dieses Abenteuer beschreibe ich dann morgen :-).

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Do

15

Sep

2016

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Kurzer Nachtrag: Was für mich wieder ganz deutlich wurde, ist der Punkt, dass solche Touren mit einer Coladose a la Trazcer und ähnlichen nur machbar sind, wenn man sich jährlich einen neuen Rahmen leisten kann/will. Zuviel wird da einfach über den "Hahnenkamm" im Rahmenknick bzw unter dem Trittbrett geschrammt bzw dagegen geknallt. Das Thema heisst zunächst Stahl, denn dieses Material macht den ersten Unterschied. Deswegen ist auch Martinas Mibo "Greta" so gut durch die Alpen gekommen. Erst als Zweites heisst das Thema Bodenfreiheit. Das hohe Board weiss man allerdings dann schnell zu schätzen, wenn man erkennt dass mein Tektoss einfach drüberrumpelt, wo andere Marken schon lange aufsitzen und bocken.. Dieser Mehraufwand im Standbein auf dem Board ist trainierbar und kein Problem.

Sollte Mibo tatsächlich aufwachen, werde ich mir das Ergebiss auf alle Fälle ansehen. Bis dahin heisst es für mich ganz klar: Tektoss Wildcat - und sonst nix! Das hohe Gewicht von 12,1 Kilo täuscht: Ist der Tektoss erstmal in Bewegung ist er agil wie kein anderer Roller. Das liegt u.a. am Winkel des Steuerrohres und am steifen Hinterbau. Im übrigen etwas, bei dem Kickbike völlig neben der Kapp konstruiert (Modell "Parakapal" *g*). Auf der Strasse bestimmt ein toller Roller - als Crosser mindestens eine Fehlkonstruktion, vieleicht sogar gefährlich.

Und für Statistiker: Die Tour war 98 km lang und ging über 2780 Höhenmeter.

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Do

15

Sep

2016

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Do

15

Sep

2016

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Nachdem mich ein Bänderriss etwas aus der Rollerbahn geworfen hat, gabs gegen jede Vernunft am Sonntag 11.Sept. kein Halten mehr. Es wurde für das nächste Wochenende schlechtes Wetter angesagt, und ab Ende Sept. kanns im Hochschwarzwald schon mal schneien - also: hier und jetzt oder dieses Jahr nicht mehr.

Natürlich auf den Westweg. Wobei das Ziel ganz klar nur der Weg sein konnte. Das Gelenk wird das tatsächliche Ziel definieren.

Also dementsprechend auch eine angepasste Taktik. Dem Anfahrtstag Sonntag für den kurzen Kick nach Forbach genutzt und dort dann in der Dunkelheit angekommen. Einen Döner mit Pommes und ab in den Wald. Der Schlafplatz war super - bis auf die Tatsache, dass er wohl an der Hauptroute der Jagdpächter in den Wald lag. Also morgens nix mit Coffein etc. sondern hektisches Packen und wech. Einer hat beim Vorbeifahren den Halsmuskel gedehnt, wie wohl lange nicht mehr. Dann habe ich die beiden Klopper Badener Höhe und Hornissgrinde in eine Etappe gepackt, um so am nächsten Tag "nur" noch die Wellen bis Hausach vor mir zu haben.

Das gelenk fing an am 2. Tag Alarm zu schlagen. Also lautete die Parole bis Hausach "Shut up wrist".

Die Route habe ich ja im Frühjahr schon mal besprochen. Diesmal gabs eine kleine Abweichung an der Hornissgrinde. Ich wusste von MTB'lern, dass es auf der Ostseite einen Hammerdownhill geben sollte...der sollte es als Variante diesmal sein. Ums kurz zu machen: Für Crossroller nicht nur unfahrbar. Noch nichtmal runterschiebbar. Und diesen Downhill bewältigen auf den Pedalen vieleicht 0,5% aller MTB'ler. Also runter geschoben bis kurz vor die Rasthütte an der B500 und wieder raufgerollert zur Darmstädter Hütte. Ein sehr empfehlenswertes Übernachtungsziel. Ein sehr nettes Team von 4 Damen: Gute Küche, sauberes Zimmer und eine heisse Dusche. Ich war müde aber nicht platt, die Hand schmerzte aber es war erträglich. Fazit: die beiden Hauptanstiege im Nordschwarzwald zusammen zu legen war genau richtig. Und weiterhin behaupte ich: wer die steilen Passagen mit Schotter, Verblockungen und hohen Wurzeln nicht raufschiebt und trägt, hat den Westtrail nicht gemacht (dazu später ein Erlebniss mit einem MTB'ler).

Am 2 Tag früh los und gemütlich eingerollert. Die Felsenpassage über dem Wildsee wieder ein Genuss und die flotte Abfahrt auf der Schotterautobahn zum Ruhestein war der Wachmacher. Der hässliche Aufstieg an der Sprungschanze zur B500, der tolle Weg zum Schliffkopf und die Trailpassagen dahinter...alles wie gehabt. Dann hinter der Alexanderschanze der Umkehrpunkt des Frühjahrs - ab jetzt Neuland.

Das Highlight meines kurzen Rollerlebens! Dieses Teilstück topt sogar die Tage im Gebirge. Mehr oder wenig eben bis leicht wellig auf einem knapp lenkerbreiten Pfad mit Wurzeln, Steinen und getrockneten Torfkuhlen (bei Nässe bestimmt eine Herausforderung der besonderen Art). Ab hier bis Hausach musste man jeden Meter hellwach sein - und es waren ab hier noch knapp 29 000m ;-). Wer kein Auge für die fahrbare Spur hat ist hier der Mops. Blitzschnelles Entscheiden, Fahrtechnik und neben den Beinen eine gute Rumpfmuskulatur sind hier die Trümpfe. Dann ein ca. 2 km langeweiler von Abfahrt zur Kreisstrasse und dahinter die Schotterautobahn wieder hoch Richtung Harkhof. Der steile Wurzelanstieg über dem Glashüttensee, Harkhof und dann gehts wieder los. Hinter dem Harkhof steil auf kommodem Untergrund nach oben zum besten was der Westweg bieten kann: DownhillsDownhillsDownhills. Sand, Schotter, Felsen und Wurzeln. immer steil runter - und es nimmt kein Ende! 50hm runter - 30 rauf. 40hm runter 80 rauf. 100hm runter und 60 wieder rauf...und kein Ende abzusehen.

An der Kreuzsattelhütte, nach dem Asphaltstück kam mir von oben ein MTB'ler entgegen - bergab schiebend! Ob ich wüsste, wie man ohne den folgenden Berg und seine Abfahrt nach Hausach käme. Der war völlig entnervt und verunsichert nach den anspruchsvollen Trailpassagen und wollte dem Downhill nach Hausach aus dem Weg gehen. Also kurz was dazu: von dort waren es noch gute 10km bis Hausach. Mir sind auf der ganzen Strecke von Alexanderschanze bis Hausach (und das sind über 30km) nur 1 Wandererpaar und ein einzelner Wanderer begegnet. Und eben dieser Mtbl'er. Wer hier einen Unfall hat gehört der Katz, denn das Netz ist da auch nicht überall empfangbar. Also tat er gut daran, seine Verunsicherung in eine Entscheidung zum Abruch umzumünzen. Das ist gutes Risikomanagement! Aber es sagt auch etwas darüber aus, wie wenig ein Mountainbike wert ist. Um es mit den Rolling Stones zu sagen: "the singer, not the song."

Also der Downhill bzw. die Aneinanderreihung von Downhills mit einem furiosen Finale nach Hausach!

Extremer Genuss! ist wohl die beste Charakterisierung. Immer fordernd, der Trail wechselt oft von flowig zu extrem innerhalb eines Meters. Und es macht mich ausgesprochen stolz, dass es mir bergab gelungen ist jeden Meter zu rollern. An der witzigen Hütte rechts des steilen Teiles gabs eine Spitzkehre - in der hab ich den Roller abspringend ums Eck gedrückt. Ansonsten: Anleger suchen, Hinterbau reindrücken...sprazzel! Felskante - Sprung - Schwerpunkt verlagern und Roller neu ausrichten - über eine Wurzel heben und gleich wieder Sprung. Mir haben die Oberschenkel gebrannt wie nie. Aber das Adrenalin wirkte noch bis ich am Bahnhof war.

Solange ich auf dem Roller noch ein Zucken zusammen bekomme, werde ich dem Westweg treu bleiben. Eigentlich ein alljährliches "Muss". Das ist Crossrollern in Reinkultur.

 

 

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Di

10

Mai

2016

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Di

10

Mai

2016

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Also: Wie angekündigt, der Schwarzwald-Westtrail.

Bevor ich nun den ganzen Sermon tippe, kurz eine Charakterisierung: Technisch S2 mit Stellen S3. Hinter der Hornisgrinde eine lange Passage S3 - da bin ich beinahe gar nichts gefahren. Das bleibt der Generation nach mir vorbehalten. - Wobei es fraglich ist, ob es die geben wird. Die Resonanz auf  fb lässt nicht erkennen, dass diese Art des Crossrollerns eine grössere Anhängerschaft findet. - Konditionell fordert die Tour mindestens genau soviel wie ein mittelharter Alpencross. Und wer die MTB-Weicheierei des Ausweichens auf Fahrwege, an den ganz harten Passagen, nicht mitmacht, für den ist es auch psychisch ein ziemliches Brett. Und für Freunde des gepflegten Dogmas: Gar nie nicht, würde ich eine solche Tour mit einem Alurahmen fahren wollen. Spätestens nach der Hornisgrinde erlebt der sein Waterloo. Die Tektoss Wildcat hat sowohl was Agilität als auch Robustheit angeht wieder gepunktet.

 

Tag 1

Die Tour begann gemütlich - ich habe verschlafen. Und gut ausgeschlafen ist immer eine feine Sache*g*. Jedenfalls begann die Tour 1,5 Stunden später wie geplant am Eyachtaleingang. Ich habe mit Absicht diesen Einstieg gewählt, weil mir der Asphaltanfang ab Pforzheim und die Waldautobahneierei Richtung Dobel nicht reizvoll erschien. Damit habe ich zwar ein paar km beschissen, aber dafür den Aufstieg auf dem unbekannten und nicht frequentierten Rotwassersteig erlebt. Der endet nahe des Einstieges zum Bohlenweg durchs Hochmoor. Das Durchschieben dieses Weges ist zwar zeitlich aufwendig, aber das Hochmoor war es mir wert. Dann die Schiebestrecke zum Hohlohmoor und zum Hohlohturm. Die picknickenden Krampfadern am Hohlohturm habe ich rechts liegen lassen und bin zur Prinzenhütte runter gedüst. Dort rechts ab und zunehmend flowig zum Abzweig des Downhills am Latschigfelsen.

Was für ein Knaller!

Ca. 2,5 km brennende Oberschenkel S2 mit einigen wenigen Stellen S3. Einmal hat mich ein Fahrfehler gezwungen abzusteigen. 2 - 3 mal habe ich den Roller über kleinere Verblockungen geboben.

In Forbach war Boxenstop und Koffeintankstelle aufsuchen.

Dann der Aufsteig zur Badischen Höhe. Schon der Asphalt raus aus der Ortschaft hatte 18%. Im Wald immer weiterschiebend bis zum Abzweih nach links auf den steilen Wurzeltrail. Jetzt fing die Plaggerei an - dachte ich. Das war aber nur das Vorspiel. Wie in der Folge sich wiederholend, gings an einem Grillplatz erstmal flott bergab zum Stausee, umd die verlorenen Höhenmeter dann wieder raufzu rollern. Bis zum Abzweig auf einen matschigen und grob verblockten Steig (Bilder dazu folgen, sowie ich mein Lumia-Handy überredet habe, mit meinem PC zu kommunizieren*g*). Der Steig ging dann in ein Bachbett über - genauer: Der Weg war der Hochwasserüberlauf des parallel fliesenden Baches. Brusthohe Stufen, grob verblockt, keine erkennbare Spur und immer rutschiger Untergrund. Einmal kam der Fahrweg in Sicht, und ich musste mich sehr zusammen reissen, dass ich da nicht vom Originalweg weg bin. Dann oben angekommen, gings am Gedenkstein für den Weginitiator sanft und flowig in eine Senke. Der Turm war auch schon sichtbar - bis er nicht mehr sichtbar war. Und die einzig logische Fortsetzung des Weges (keine Markierung mehr sichtbar) ging natürlich nach oben. Und genauso natürlich über eine weitere verblockte Passage. Zum Glück weniger schwer und nur ca. 150m lang. Am Turm wars zugig und kalt. Kurz ein Bild geschossen und dann runter die 200hm Abfahrt nach Sand. Über Hundsrücken und den Hochkopf gings dann die 200Hm wieder rauf. Dort begann der Regen. Und so bin ich etwas eingeweicht gegen 19:30 in Unterstmatt eingerollert. Und gegen alle Vorsätze war mir nach Wärme und Essen. Also kurz entschlossen ein Zimmer erobert.

Tagesbilanz: 52km und 1720 Hm

 

Tag 2

Warmfahren hat der Plan nicht vorgesehen. Links hoch und sofort ein Wurzeltrail der zunehmend steiler wurde. Beim Erreichen der Wanderhütte Ochsenstall war ich schon wieder am Hecheln. Und da gings erst richtig los. Die Route bis zur Hornisgrinde nicht so brutal wie auf die Badische Höhe, dafür ein steiler, durchgehender und laaanger Wurzeltrail. Und dicht unter der oberen Kante noch eine kleine Zugabe: Eine Tragepassage durch einen Felsriegel. Dann der Gipfelkamm. Topfeben über den Schneeresten im Nordhang, mit herrlicher Aussicht weiter zum Turm. Warum dort oben ein Windrad eine Genehmigung erhalten hat, wird sich mir wohl nie erschliessen. Kurz dem Wind getrotzt und ein paar Infotafeln gelesen, und dann in den Downhill Richtung Mummelsee. Da war nun eine lange Passage obere Grenze S3 - für mich komplett unfahrbar. Aber ansonsten gings dann wieder munter auf S 2 mit fahrbaren Stellen S3 weiter. Immer der Schwerkraft folgend. Die untere Waldautobahn endete am Mummelsee. Mystisch...Feenhaft...Papperlapapp...

Sollte diesem Geraune aus vorchristlicher Zeit wirklich jemals etwas Reales angehaftet haben - das Hotel, die Gastronomie und die Reisebusse haben es jedenfalls erfolgreich vertrieben.

Schnell weiter!

Nach dem Tor runter zur B500. Dort ein kurzes Gespräch mit einem alten Mann. Zufälle gibts! Er war der Produktberater, der meine Hüft-TEP's an Professor Wagner verkauft hat. Ich hatte ihn angesprochen weil er an Krücken ging, und ich das Gangbild kannte. Er war sein eigener Kunde geworden*g*.

Langweilig den Waldautobahnen folgend und tendenziell bergan. Dann wirds etwas berganiger und irgendwann ist die Darmstädter Hütter erreicht. Boxenstop mit Kartoffelsalat und Saitenwürste.

ACHTUNG! Ganz wichtig: Wer an der Alexanderschanze nicht die 3 km bis Kniebis runter, und dann natürlich wieder zurück, fahren will, muss sich hier mit Getränken versorgen. Egal ob Wasser oder Cola - es gibt nichts mehr bis Hausen. Und das sind Minimum 3 Stunden - eher 3,5.

Nach ca. 2 fahrbaren Kilometern bin ich dann dem Originaltrail gefolgt. Also im Hang oberhalb des Wildsees. Ihr ahnt es bestimmt: Unfahrbar und Tragepassagen. Flott runtergepfiffen zum Naturschutzzentrum und an der Skischanze wieder rauf zur B500. Diese überquert. Nach kurzem Gedingel beginnt der epische Weg auf den Schliffkopf. Fahrbar, tolle Landschaft - aber diese nicht enden wollende mässige Steigung...

Aber dann: Eine lange Trailpassage gelegentlich S2, ansonsten eher flowig. Mässiges Auf und Ab. Die letzten Kilometer vor der Alexanderschanze führen durch bzw über einen sumpfigen Pfad. Also die beste Gelegenheit für den nachmittäglichen Guss. Der war zwar nur kurz - aber dafür wurde der sumpfige Pfad immer länger. Zum Glück habe ich kein Schutzblech am Hinterrad - so blieb das HR frei rollend. Und als bekenndender Anarcho lebe ich auch die Parole: Freiheit für die Schlammbatzen! Insbesondere für die an der Wade.

Langsam bekam ich Zweifel, ob ich mein geplantes Ziel Hausen noch erreichen konnte. Was grundsätzlich ja egal war, ich hatte ja alles dabei um draussen zu pennen. Aber manchmal gebe ich den Honecker: Der Plan muss eingehalten werden. Missmutig vor mich hin trottinettend und schon müde, kippte ich zwischen 2 Felsbrocken in einer sumpfigen Kuhle weg, und die Speichen nahmen feminine Kurven an. *Koppkratz* Irgendwie hingebogen und dann bergab schiebend und in der Ortschaft Griesbach-Peterstal vorsichtig rollernd gings zum Bahnhof.

Fazit: Da fahr ich nochmal hin! Nein, ich fahre das nicht Zuende. Diesen Knaller muss man von Anfang bis Ende in einem Stück fahren. Auf alle Fälle noch vor den Sommerferien. Die wandernden Krampfadern können nervig sein!

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Fr

29

Apr

2016

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Nachdem der blutige Teil der Gebissanierung beendet, und die Entzündung im Unterkiefer abgeheilt ist (Dr. Jason Inan - mein Tipp an die Heilbronner), gehts wieder voran auf dem Roller.

Sollte das Wetter auch nur halbwegs mitspielen, stehe ich am 8.5. früh am Bahnhof und fahre nach Pforzheim. Dort gehts dann auf den Westweg.

http://www.schwarzwaldverein.de/cms_upload/files/_wege/westwegkarte_uebersicht.pdf

Ich ändere die Route in der ersten und in der letzten Etappe etwas, sodass die Strecke ca 30km kürzer ist. Dafür lasse ich jeweils die Asphalt- und Statdrandstrecken aus. In der ersten Etappe gehts dafür durch Eyachtal über den verblockten Aufstieg (lange Tragepassage) zum Hochmoor/Wildsee. Aber geschätzte 230 km und deutlich über 6000Höhenmeter sind auch nicht schlecht für den Anfang :-).

Seit heute trainiere ich wieder mit vollem Gepäck. Am Montag bekommt das Vorderrad einen neuen Rocket Ron und wird ausserdem zentriert. Beide Bremsen bekommen neue Beläge.

Und dann ist am 8.5. ein stabiles Hoch am Himmel...und wehe wenn nicht!

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Di

12

Apr

2016

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Di

12

Apr

2016

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Vorfrühling - schon wärmer und weniger Matsch. Im Lebensplan dieses Baumes stand: Du wirst ein Rollerständer.

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Sa

02

Apr

2016

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Auf facebook hatte ich mich neulich darüber öffentlich geärgert, dass man an einem der Trails nahe Heilbronn eine der wenigen Kompressionen entschäft hatte. Und gleichzeitig überlegt, ob man diese Verbauung rückgängig machen soll. Nun ja, da ist mir jemand zuvor gekommen. Am letzten Freitag fand ich die Stelle "rückgebaut" vor. Ich hätte es anders gelöst wie es nun aussieht, aber das ist nicht mein Thema in diesem Eintrag.

Nachdem ich die gesamte Strecke (es ist der Trail knapp unterhalb der Strasse nach Obergruppenbach - also nördlich der Strasse) bis zur Autobahn abgefahren bin, und dabei noch mehrere Einebnungen vorfand, sowie eine "Umleitung" in einem Feuchtgebiet, vermute ich, dass diese ganze Aktion Bestandteil eines Deals des Deutschen Alpenvereins mit der Forstverwaltung ist. Motto: Ihr lasst uns am Turm eine artifizielle Downhillstrecke bauen, und ihr plättet dafür die Trails im Wald. Damit wären wir wieder in den 90er Jahren, als der DAV mit Unteren Naturschutzbehörden Kletterverbote auskungelte - und zwar an den Kletterern vorbei. Erst die dann aus dem Boden schiessenden Ig's der Kletterer haben den DAV dann wieder dazu gebracht, Klettererinteressen zu vertreten.

Nun ist also der DAV die MTB'ler Lobby, und bastelt mit seinen Sektions-MTB'lern eine DH-Piste. Begeistert von diesen selbstgebaut. Wir kennen das ja: Gruppenerlebniss, Korpsgeist blah und blupp. Gegen Kritik von aussen Restistent. Und der DAV masst sich an für DIE MTB'ler zu sprechen. Man(n)/Frau kann ja Mitglied werden, ansonsten hat man im Wald nichts mehr zu suchen. Na ja, ein bischen schon noch. Aber nur nach Gnade und Gutdünken des DAV.

Über was rede ich also hier?

Es geht um Macht, Einfluss, persönliche Eitelkeiten und um Fördergelder. Da werden flux ein paar Fachübungsleiter als Ansprechpartner für die Behörden installiert, da wird mit dem Pfund Jugendarbeit gewuchert - und schon hat man den Fuss in allen Türen und gilt als Ansprechpartner. Und zwar als Förderungswürdiger! Schon lange haben sich der DAV und die Naturschutzverbände die Reviere abgesteckt. Zwar konkurrieren sie noch, und hoffen auf die formalen Fehler des anderen. Aber eigentlich hat man sich arrangiert. Naturschutz spielt da schon lange keine Rolle mehr.

Damit wäre ich bei der Forstbehörde. Deren Anliegen ist ein legitimes. Auf genau diesem Trail führt die Strecke mehrfach genau über die stammnahen Wurzelknarzen uralter Buchen und einer Eiche. Diese Stämme sind tausende € wert. Wenn durch Verletzungen im Wurzelbereich also ein Pilz eindringt, könnte das Holz wertlos werden. Ginge es also um diese Problematik, gäbe es sicher mit der Gesamtgemeinde der MTB'ler nen Konsens zur Umfahrung. Aber eine Kompression in einer völlig unbedeutenden Zone zu verbauen, um die Strecke uninteressant werden zu lassen, ist schlicht doof. Bei der Umfahrung des Feuchtgebietes bin ich extra abgestiegen und hab mal nachgesehen. Es hätte ja sein können, dass in genau diesem Gebiet die paar Quadratmeter "naturnahe Zone" sind. Aber weit gefehlt. Hätte mich auch gewundert: "Naturnah" ist ein definierter Begriff, und der trifft im gesamten Hohenlohischen auf höchsten (zusammen genommen) 2-3 Fussballfeld grosse Inseln zu. Ein paar Seggen und Frühjahrplatterbsen finden sich in jedem Wirtschaftswald wens irgendwo Licht hat.

Ich fürchte da droht ein Kleinkrieg, in dem alle "Naturschutz" schreien, und keiner seine tatsächlichen Motive auf den Tisch legt. Wollte man (also vorrangig die Forstbehörde) tatsächlich naturnahe Inseln schaffen, müsste zu allererst ein totales Betretungsverbot für diese Gebiete ausgesprochen werden. Total bedeutet Total: kein Wanderer, Reiter etc. Grundsätzlich ist dies eine Überlegung. Aber nicht im Wirtschaftswald um Heilbronn. Da wüsste ich ab Löwenstein schon einige Ecken, die schützenwert sein könnten - wenn man sie dazu machen will. Aber dann wärs halt auch mit der Wirtschaftlichkeit nix mehr...

Warten wirs mal ab.

Dass der DAV allerdings immernoch so tun kann, als wäre er kein Wirtschaftsunternehmen, das ist ein Skandal erster Güte, und hat eher etwas mit Seilschaften zu tun.

 

 

 

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So

27

Mär

2016

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Den Hinweiss auf den Hobokocher verdanke ich Blandine alias http://www.latrottineuse.com - eine Heroin des Rollertourenfahrens. Unterwegs um Europa zu umrunden und aktuell in Albanien unterwegs.

 

 

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So

27

Mär

2016

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Mein neuestes Spielzeug soll es mir ermöglichen mit minimalstem Packvolumen unterwegs zu kochen. Nach langem Testberichte lesen wurde es http://www.vargooutdoors.com/hexagon-backpacking-wood-stove.html#.VvhLYDFcrao

Kostenpunkt 49,-€, Gewicht 215g, Packmass entspricht in etwa einem 5 Zoll Smartphone - der Kocher ist also faltbar!

Auf dem BIld ist der Kocher in verpacktem Zustand zu sehen. Der Topf daneben hat 1l Volumen.

Nach einem Balkontest ohne realitische Versuchsanordnung gabs heute einen Test im regennassen Wald.

Der 1. Versuch mit dürrem Lärchenholz endete ohne Feuer. Merke: Lärche saugt!

Der 2.Versuch mit dünnem dürren Geäst von Fichten brannte lichterloh. Nach 12 Minuten hatte ich ein knallheisses Glutnest mit aufgelegten dickeren Stücken. Die 0,5 Liter Wasser für Tee sprudelten nach 4 Minuten.

 

Nachdem ich durch Internetrecherche vorgewarnt war, habe ich einen Stein unter den Kocher gelegt. Zum einen verhindert er, dass die Glut aus dem Lochrost auf den Waldboden fällt. Zum anderen schützt er den Waldboden vor der enormen Hitze des Glutnestes des Kochers.

Dieser Aspekt des Kocher ist unbedingt zu beachten. Die Glut von deutlich über 600° strahlt nämlich in alle Richtungen. Bei trockenem Boden MUSS da ein Kriechbrand mitgedacht werden. Kriechbrände glimmen unter der Bodenbedeckung weiter bis sie viele Meter weiter wieder nach oben kommen und Flächenbrände verursachen.

Die Menge an verbranntem Holz ist beachtlich gering: zusammengenommen waren es nicht mehr wie 3 Handvoll kleingebrochenes Holz. Der Ofen nimmt maximal etwa fingerlange Stücke auf. Angezündet habe ich ganz dünnes Fichtenreisig ohne Papier mit einem Gasfeuerzeug.

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Di

23

Feb

2016

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Am 28.29. Mai 2016 gibts auf der Schwäbischen Alb ein Treffen für Cossroller.

Übernachtet wird auf einer Naturfreundehütte "Rohrauer Hütte". Wer will kann auch nur an einem der beiden Tage mitrollern. Die Übernachter müssen verbindlich zusagen, weil ich die Plätze reservieren muss.

Die Strecke ist technisch für alle Rollerfahrer bewältigbar. Die 2 Ausnahmen können auch umfahren werden, bzw. in dem Abschnitt wird eben geschoben. Eine Stelle ist etwas ausgesetzt, kann aber auch umfahren werden. 20km auf unebenem Untergrund sollten aber schon konditionell drin sein.

Am Samstag gibts für Adrenalinfreaks und solche die es Fahrtechnisch  auch drauf haben, einen zusätzlichen Rundkurs mit knapp 6km. 200hm rasant am Albtrauf der Eppenzillfelsen runter, und dann 180Hm Roller rauftragen ;-).

In der Nähe der Hütte gibts ideale Bedingungen um Fahrtechnik auf schwierigen Trail einzuüben.

Mit etwas Glück stehen auch einige Testroller von TEKTOSS zum Probefahren bereit - ist aber noch unsicher.

Treffpunkt ist der Parkplatz Gasthof St. Johann oberhalb Reutlingen. ACHTUNG: Es ist der Gestütshof gemeint - nicht die Ortschaft ST. Johann. Da liegen nämlich gute 10km dazwischen.

Bei Interesse einfach hier im Blog melden.

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Fr

08

Jan

2016

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So langsam wirds wieder! Nach den 2 Monaten Pause gings heute zum Heuchelberg: 27km etwas über 400hm und ca.2:10 ist für Anfang Januar ganz ok.

Neu ist in diesem Jahr die Trinkflasche von www.flsk.de/. Mit dieser Flasche habe endlich etwas realisiert, das ich schon lange suchte. Edelstahl(!), leicht, dicht und dann trotz des geringen Gewichtes immer noch eine gute Isolation. Endlich kann ioch meinem Image als Coffeinatore wieder gerecht werden ;-).

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Fr

25

Sep

2015

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Liebe Hundehalter,

heute wurde ich erstmals gezwungen mit Pfefferspray zu drohen. Und zwar einem Hundehalter der mich angehen wollte, weil ich darauf bestanden habe, dass sein Hund an die Leine soll.

Ich sags jetzt ganz diplomatisch: ich habe die Schnauze voll von diesen Dreckskötern, Leinenpöblern, Dominanzrambos und Angstbeissern. Ab sofort wird erst gesprüht, und dann gefragt!

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Mi

09

Sep

2015

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Heute mal was zum Thema: der Mehrer, das Frühstück und sein Roller.
Das war bei mir auch schon in Vor-Roller Zeiten ein Problem. Aber auf dem Roller verschärft. Da schiebe ich offenbar die Kohlen um einiges schneller durch den Ofen.  Die 22-24km zur Arbeit gingen morgens nur, wenn ich unterwegs schnellen Zucker nachgeschoben habe. Meist Banane und einige Bissen trocken Brot.
Während der 2,5 Etappen des Alpencross eskalierte das Problem. Der Hungerast in der ersten Etappe kam von der Nacht als Penner auf dem Garmischer Bahnhof. Als Glutenfuzzy war ich da etwas im Nachteil. Aber am zweiten Tag wars noch schlimmer. Ohnehin völlig aus meinem Schlaf- und Essrythmus, gabs da im Hotel morgens im Rucksack mitgeschleiftes glutenfreies Müsli mit Chia. Wampe voll, und auch noch zu früh los war schon der erste Rythmusfehler. Ging aber wegen der Strecke nicht später. Um 8:30 stand ich auf dem Roller. Nach dem langen Schieben ins Oberdorf von St. Anton hatte ich gleich nach dem passieren der Schranke ins Verwalltal was?- Genau! Hunger! Also immer schlapper werdend bis zur Konstanzer Hütte. In der letzten steilen Schotterrampe hatte ich ernsthafte Zweifel ob das überhaupt noch Sinn macht. Im darauf folgenden Flachstück zur Hütte rollerte ich wie ein Schatten meiner selbst. An der Hütte hatte man ein Einsehen mit mir, und begann etwas früher in der Küche. Es gab Bratkartoffeln, Schinken und Salat. Dann eine kurze Siesta im Schatten und 2 Tassen Kaffe.
Ha! Klitschko? Schafft mir das Weichei aus dem Weg. Sonst noch Fragen? Nein? Dann geht mir aus dem Weg, ich habs eilig!
Dieses zweite Frühstück hielt über den ganzen dann erst kommenden Berg bis Ischgl. Aus Vernunftgründen habe ich an den Scheidseen einen Riegel reingedrückt. Reine Vernunft, währe möglicherweise auch so bis Ischgl gegangen - ähm...gerollert.
Was also verdaue ich während ich das hier tippe? Ein Frühstück mit Ei, Schinken, Zwiebeln, Tomaten und glutenfreiem Vollkornbrot. Kurz vor der Abfahrt pfeiffe ich mir dann noch 2-3 Löffel Müsli mit Chia rein. Das hält! Mindestens für 30km. Danach bekommt der Bandwurm Banane und trocken Brot.
Es grüsst ihre Ernährungsberatungsstelle.

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Sa

05

Sep

2015

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Rollerfahrtechnik, Plan B und das Unbedingte des Seins
Wer nach dieser Überschrift weiter liest, kann hinterher nicht behaupten, ich hätte ihn nicht gewarnt.
Ich tippe hier nichts Neues. Das gleiche gibts beim Klettern, auf dem MTB,  Surfboard, Kajak, Bogenschiessen...Das hier ist nur der Versuch, das für den Roller zu formulieren.
Es gibt selten einen Ertrag ohne einen Einsatz. Das bedeutet für uns, dass Mensch seinen Roller beherrschen sollte. Einhändiges Fahren auf beiden Seiten gleich gut, einhändiges Fahren mit einem einem weit abgespreizten Bein (auch diagonale Stellungen) auf beiden Seiten gleich gut. Das sind Trainingsbasics für den Anfang. Die vom MTB bekannte Technik 'Auge fixiert Punkt, Schulter dreht in Blickrichtung ein und das MTB folgt der Schulter' gilt eingeschränkt auch für den Roller. Was den Roller auf dem Trail aber ganz anders macht ist die Arbeit mit der Hüfte. Natürlich schwingt auch das am Sattel leidende Volk die Hüften, aber für Elvis und Crossrollerer hat der Hüftschwungs eine herausragende Bedeutung. Stell dich auf deinen Roller und fahre langsam mit beiden Beinen auf dem Board, halte den Lenker am Griff fest ohne am Lenker zu verkrampfen (er muss deinen Aktionen auf dem Roller folgen können) und schwinge dann mit deiner Hüfte den Schwerpunkt nach aussen. Lass es zu was mit dem Roller, dem Lenker und Dir geschieht. Und -oh Wunder- der Roller beschreibt einen Bogen. Sammle Erfahrung, steigere die Geschwindigkeit, und beginne das dann auf Trails zu übertragen. Innerhalb eines Schwierigkeitslevels mit steigendem Tempo, bis du den Trail ausgereizt hast. Dann rollerst du mal den Trail den du sonst nur halbherzig angehst...and so on.
Du lernst dann rasch, dass schnell unterwegs sein bedeutet, dass du weit hinten sein musst mit dem Arsch. Das bergab das gleiche gilt, und dass du im Durchfahren einer Kompression schnell das Gewicht nach vorne bringen musst, damit das Vorderrad nicht den Himmel küssen will.
Was passiert ist, ist der Effekt, dass du sicherer auf den Roller unterwegs bist, weil du mit seinen Reaktionen auf unterschiedlichen Untergünden vertraut bist. Du wirst eine Einheit mit deinem Roller.
Und eines Tages fällt dir auf, dass du deinen Roller nach rechts gelenkt hast und mit dem Oberkörper schon nach links unterwegs warst, weil du etwas antizipierst hast. Was ist geschehen? Du warst im "flow". Du warst so eins mit dem Roller und dem Trail dass der Urknall geschah. Für diesen Moment hast du dir deine Welt geschaffen. Alles war gut. Es gab kein vorher - kein nachher. Keine bescheuerte Assoziation hat dir den Moment versaut.
Ab diesem Moment wird es gefährlich. Wir sind nicht Gott. Wir sind der Physik ausgeliefert. In allen "Abenteuersportarten" gilt, wer diese Stufe erreicht hat, überlebt nur (auch in dem Sinn, dass er das Austesten nicht auf gibt) , wenn er auf erweiterter Bewusstseinstufe Risikien neu bewertet.
Im "flow" zu sein, bedeutet dass kein bremsendes assoziatives denken vorhanden ist. Dein agieren ist "unbedingt". Und diese Unbedingtheit ist, richtig vorbereitet, auch deine Sicherheit auf dem Trail. Setzt in solchen Situationen die Ratio ein, ist der Sturz meistens vorprogrammiert.
Womit wir wieder beim Anfang wären: Kein Ertrag ohne Einsatz. Du trainierst jetzt Gelände lesen. Du lernst, dass es eine Grobanalyse und eine Feinanalyse gibt. Und je öfters du im Gelände unterwegs bist, und dir Fahrsituationen anschaust, desto sicherer und schneller wirst du zu einer Einschätzung kommen. Das ist die Voraussetzung für einen guten flow. Stimmt die Analyse vorher, kannst du dich auch dem flow hingeben, kannst alle störrenden Assoziationen hinter dir lassen und nur Im Augenblick sein.
Bis es knallt *g*
Es gibt selten einen Plan B in solchen Situationen. Wer an seiner persönlichen Grenze agiert, muss vorher Wissen, dass auch daran ein Preisschild hängt. Nämlich dass du scheitern kannst.
Und als Abschluss: Wir haben alle unterschiedliche persönliche Grenzen. Extrem zu sein bedeutet eben genau nicht, sich an einem absoluten Wert zu messen, sondern seine ganz eigenen Grenzen erforschen und erleben. Als Rollerer bin ich nur eine kleine Wurschd - ich weiss das. Aber das was ich habe, setze ich ein.
Im folgenden beschreibe ich eine Strecke von ca. 200m innerhalb eines längeren Trails. Ich habe den dieses Jahr bestimmt 20x gefahren, und das für mich (wortwahl! andere können da sicher noch was rauskitzeln) perfektioniert: Mit Tempo den ultraschmalenTrail runter, Rechtskurve mit einem Hinterradrift vorbei an einem Loch links im Trail,  durch eine kleine Kompression, Roller mit Schwerpunktverlagerung nach links drücken und sofort wieder nach rechts um einem Loch auszuweichen, Roller ausrichten und in die Knie gehen, Lenker hochziehen und aus den Knien hoch über den Hubbel im Trail springen(Aufsetzer wenn nicht gesprungen wird), noch in der Luft den Landepunkt fixieren weil dann sofort die Bremsen eingesetzt werden müssen um die verwurzelte Kurve zu packen, ausrollern und grinsend absteigen. - Ich beschreibe das deswegen, weil ich hoffe damit gut zu verdeutlichen, dass das nicht mit dem Kopf gefahren werden kann. Der Kopf bereitet es vor, aber fahren kann mensch das nur, wenn er sich "einlässt". Auf den Trail, auf den Druck am Board mit dem dir der Roller seine Welt kommunizert, auf die Unbedingtheit des Moments.

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Di

01

Sep

2015

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Nachdem es jetzt Herbst wird, ist es Zeit auf das Rollerjahr zurück zu blicken.

Schon im Laufe des Jahres ist mir aufgefallen, dass ich meinen Rollerstil etabliert habe. Fast immer "langes Bein", nie wirklich schnell auf der Strecke. Getreu der MTB-Wahrheit, dass Geschwindigkeit = Sicherheit ist, auf dem Trail immer flott. Und gelegentlich habe ich mir "nachher" die Frage gestellt, ob ich beim Downhill noch alle Tassen im Schrank habe.

Anfang des Jahres habe ich noch versucht die wenigen Rollerfahrer der Gegend zu kontaktieren. In der Zwischenzeit bin ich ganz froh, dass ich nun doch alleine unterwegs bin. Am intensivsten habe ich das während meiner 2. Etappe im Gebirge erfahren. Ab Konstanzer Hütte hatte ich das Tal plus Aufstieg zu den Scheidseen für mich. Herrliche Ruhe:niemand der etwas erklärt haben will - niemand er etwas erklärt/kommentiert - nur Wahrnehmung.

J.J. Cale hat es besungen:

 

They call me the Breeze

I keep blowing down the road

I aint got me nobody

I aint carrying me no load

 

Ganz leicht beschleicht mich gelegentlich das Gefühl, das noch etwas fehlt. Dass das Jahr noch nicht rund ist. Wenn Form, Wetter und Gelegenheit passt, wirds vieleicht noch was aus der Rubrik "Spätlese 2015".


Nachdem ich dieses Jahr auch auf dem einen und anderen Fabrikat gestanden habe, und ich nun beinahe 5000km auf meiner "Wildkatze" gestanden habe, erlaube ich mir die Aussage: Ich kenne keinen Roller, der einen derart guten Kompromiss für die Bereiche Enduro-Trail-Downhill präsentiert, denn TEKTOSS mit seiner "Wildcat". Bei manchen Modellen bekomme ich schon Angstschweiss beim hinguggen. Und mit manchem hochgejazzten Modell hätte es mit auf den Trails den Albtrauf entlange garantiert auf die Fresse gelegt.

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Di

01

Sep

2015

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Seichnass im Wald: Die Herbstsaison ist eingeläutet.

Der Big Ben war mir ein zuverlässiger Begleiter am HR, aber jetzt muss er dem Maxxis HolyRoller weichen :-).

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Mi

12

Aug

2015

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Weil ich heute wieder die Machenschaften von "Naturschützern" besichtigen konnte: Jungs und Mädels - Ihr habt gar keine Ahnung! Was wollt Ihr denn schützen? Diese Parkwälder rund um Heilbronn? Womöglich einen Wirtschaftswald mit Waldbingelkrautwüste am Boden, und das ganz dicht neben der A81? Mit Verlaub: Ihr seit verwirrt!

"Natur" im Wortsinn gibt es bis weit ins Hohenlohische gar nicht mehr. Eventuell ein paar fussballplatzgrosse Areale mit dem Prädikat "Naturnah".

...und weil das Pendel ja immer noch einen zweiten äussersten Punkt hat: Wer mit dem Auto zum Wandern oder mit dem Auto zum Radfahren fährt, ist der andere verwirrte Extremist.

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Mi

12

Aug

2015

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Bei der aktuellen Hitze bekomme ich zwar kein Tempo mehr hin, aber für gemütliches Cruisen im Wald reichts allemal.

Heute ca. 35 km im Halbkreis östlich von Heilbronn nach Heilbronn.

Werk eines unbekannten Künstlers 'in the middle of nowhere'. Ein weiterer Grund, warum es sich lohnt, immer mal wieder eine neue Strecke zu fahren.

Waldsofa *g*

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So

02

Aug

2015

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Auf dem Weg nach Löwenstein: Blick Richtung Schozach Tal

Auf historischem Trail ;-)

Wo ein Tektoss ist, ist auch ein Weg

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Di

28

Jul

2015

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Kleine Tour durch den Odenwald.

Zum Anwärmen

Es wird Heiss!

Es brodelt! Da ist mir beim Grinsen beinahe das Gebiss aus dem Mund gefallen.*ggg*

Den Sprung habe ich ausgelassen. Das ist was für die Generation nach mir. Ich weiss zwar wie der Sprung gehen kann, bzw. wie er ausgeführt werden muss, aber ich bin dafür zu alt. Kurzversion: da ging mir der Stift *g*

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Fr

10

Jul

2015

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Do

09

Jul

2015

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Weil ich es genau wissen wollte, habe ich Karte, Lineal und Winkelmesser bemüht. Die obere Kante der Felsrinne ist in der Karte nicht genau erkennbar. Aber da kommts nun auf einen Meter und 1 Grad auch nicht an. Jedenfalls habe ich das mal in ein Dreieck übertragen und komme dann auf 37° durschnittliche Neigung. Reicht um zu schwitzen*g*

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Do

09

Jul

2015

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Tja...es hat nicht sollen sein.

Aus privaten Gründen musste ich leider abbrechen. Ich bin nicht verletzt oder krank, das Wetter war auch noch erträglich und die Form hätte gepasst. Im Rückblick war meine Taktik genau die Richtige: Bei schlechtem Wetter aufsteigen, weil der Tag danach am Pass ein bomben Wetter bereit hielt.

Hätte, wenn und aber...beim Aufstieg (nein, nicht rollern*g*) fiel weit unter der Bodealpe die Entscheidung. Und so rollerte ich die steile Rampe wieder ins Tal und nahtlos weiter bis kurz vor Kappl. Als es dort hagelte, wartete ich dann doch lieber auf den Bus. Zur Freude einiger habe ich dann im Bushäuschen die triefenden Rollerklamotten ausgezogen und mich Busfein umgezogen. - Dass die Bahn mich dann erst heute nacht um 1:30 in den Hof rollern lies, also 3 Stunden später wie ausgedruckt, scheint bei dem Saftladen wohl der Normalfall zu sein. Ich hatte eine Ticket plus Radkarte für den EC ab München. Den hatte ich verpasst, weil ich aus Garmisch mit einer Stunde Verspätung loskam. Und den nächsten EC durfte ich nicht betreten, weil ich für den nicht mit der Radkarte gebucht hätte. Dass die Schaffner sich angesichts dieses Chaoses immer noch trauen, so einen Auftritt hinzulegen ist unglaublich. In Ulm hatte ich dann noch ein ähnliches Erlebniss mit einem zynischen DB'ler.

 

Nachdem ich nun einen Tag Zeit hatte, das alles zu sortieren, folgendes Fazit: Natürlich wäre ich gerne weiter gerollert bzw. hätte geschoben und getragen. Aber es lässt sich nicht alles erzwingen. Ich hatte einen schönen Einstiegstag als Vorbereitung auf den Tag durchs Verwall und das Abenteuer durch die Rinne in der Felsstufe unter den Scheidseen. Diese Mischung aus Schweiss, Abenteuer und innerer Ruhe nehme ich mit.

 

Rollertechnisch kann ich nun behaupten, dass da noch mehr geht. Vieleicht nicht mehr für mich mit meinen 66 Jahren. Aber jüngeren RollerfahrerInnen kann ich nur dringend ans Herz legen: Erobert euch die Möglichkeiten die im Roller stecken! Dass mit dem Roller einfach mehr geschoben werden muss, ist natürlich klar. Trotzdem: meine Daten der Etappe St. Anton-Konstanzer Hütte-Schönverwallalpe-Scheidseen-Verbellaalpe-Zeinisjoch-Ischgl sind kein Masstab. Zwischen Konstanzer Hütte und Schönverwall Alpe ist der Schotterweg grösstenteils rollerbar. Weil ich aber diese Ruhe geniessen wollte und der gleichbleibende Rhythmus des Schiebens was meditatives hatte, ist das dabei heraus gekommen: 47km und 1470hm ( da ist ein Verhauer unter dem Moserkreuz -zu früh links abgebogen- mit Höhenverlust mit eingerechnet) in 6 Stunden ergibt einen Schnitt von 7,8. Wer alles Rollerbare fährt, kommt vermutlich auf einen Schnitt von knapp 10kmh. Dazu muss man wissen, dass in diesem Bereich die MTB'ler auch unter einem Schnitt von 15kmh bleiben. Dafür sorgt schon alleine die Felsrinne *g*.

Da wo der MTB'ler noch fährt, wird der Rollerer schieben. Und der Roller muss einfach viel mehr über irgendein Hinderniss gehoben werden. Athletik ist also gefragt. Aber da wo der eine trägt, trägt der andere auch. Und mit Tragen meine ich "Tragen". Also auf der Schulter so abgelegt, dass eine Hand zum Abstützen freibleibt. Wenn ich mit einem Fuss knietief zwischen 2 Felsblöcken stehe, und mit dem anderen versuche irgendwo anzutreten, dann ist jede andere angedachte Lösung, wie in der Hand tragen oder an einem Gurt um die Schulter, nicht praktikabel. Das muss vorher trainiert werden. Zur Verdeutlichung: die Steinrinne hatte geschätze 40-45° Durchschnittsneigung und an mindestens 2 Stellen eher 60°. Dafür war die beinahe ebene Passage am Ende des unteren Drittels teilweise weggebrochen.

Die Belohnung in diesem Fall ist die steinige Morasthochfläche an den Scheidseen. (Tip: unbedingt Pause vor Erreichen der Schotterstrasse zur Heilbronner Hütte machen - diese Stille!) Und natürlich die lange Schotterabfahrt zur Verbellaalpe - was für Adrenalinkick! Sowas erlebt man nur in den Alpen.

 

Bilder sortiere ich morgen und setze sie dann hier rein.

 

Und weil ich ja meine Pappenheimer kenne: mir doch wurschd - diese 2 Tage versaut Ihr mir nicht.

 

Nachtrag

Zum Thema welcher Roller:

 Natürlich gibts auf dem Markt Downhillroller. Ob die aber auf einer Tour mit Gepäck noch tretbar sind, wage ich zu bezweifeln. Vieleicht probierts ja mal einer aus und weiss es dann genau bzw besser. Die Entwicklung fängt ja erst an.

Meiner Meinung nach gibts 2 unveränderliche Voraussetzungen: Der Rahmen muss aus Stahl sein, und die Form so dass das Rohr vor dem Trittbrett eine Biegung macht, die den Rollern "aufkufen" lässt.

So wie der Markt sich im Moment darstellt, sehe ich da nur die FirmaTektoss mit "Wildcat". Sollte MIBO auf die Idee kommen, den alten Geroy mit etwas mehr Bodenfreiheit neu aufzulegen, dann vieleicht...

Federgabel in diesem Gehoppel sind ein Segen für die Handgelenke und für die Fahrsicherheit. Wobei ich mir vorstellen kann, dass ein 29er Vorderrad mit einem fetten Reifen das auch leistet. Da ist dann nur die Frage wie der rollt bzw wie er sich treten lässt. Die guten Erfahrungen aus dem Canicross-Sport sind da vermutlich nicht übertragbar.



 

 

 

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Di

07

Jul

2015

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Gestern: Was für ein Tag!

Nachdem ich am Anfang nur langsam in die Gänge kam, und mich bis zur Konstanzer Hütte durchgequält habe, gabs dort dann etwas Doping in Form von Bratkartoffeln.

Aber dann!

Aufwärts immer der tosenden Rosanna entlang. Jenseits der Baumgrenze nur noch der Wind, das Knirschen des Schotters, der Bach und Ich. Keine Menschenseele für die nächsten 3 Stunden. Gerollert bin ich auch gelegentlich. Ab Schönverwall wars aber auch damit Schluss. Den Roller mehr hebend denn schiebend, gings bis zur Brücke. Danach dann die Crux des Tages: Die ca. 100-120 Hm bis zur oberen Kante einer Felsrinne die mit Schotter gefüllt war. Die restlichen Höhenmeter bis zu den Scheidseen waren dann vergleichsweise (für Flachländer aber immer noch derb) einfach.

In dieser Rinne war ich mehrmals am Abwägen ob die Kraft bis oben reicht, bzw. ob ich mich verzocke, und es dann auch nicht mehr runter reicht. Im Führer steht, dass es Tragepassagen gäbe, aber "alles im Grünen Bereich". Nun, dieser Winter scheint die Rinne jedenfalls verändert zu haben. Hoch oben in der Rinne habe ich MTB'ler bei Schönverwall gesichtet. Davon müssen einige aufgegeben haben, denn sie kamen nicht oben an. Hier war nicht der Rollerfahrer gefragt, sondern der Alpinist. Trittsicherheit und Risikomanagement war gefragt. An 2 Stellen sollte man besser nicht im Schotter wegrutschen.

Auf einem Felsblock am Scheidsee habe ich dann Pause gemacht und die Stille genossen. Alles war gut. Das sind die Momente warum ich solche Touren liebe.

Ich habe dann auf die Mtb'ler gewartet, und wir haben uns alle begeistert über dieses Abenteuer ausgetauscht. Hinterher ist nämlich alles besser*ggg*. Der absolute Knaller war aber: Auch ein Päärchen mit einem Tandem-MTB hat diese 21Kg durch die Rinne gewuchtet. Wie sie ankamen habe ich meine Mütze gezogen und mich veneigt. Superleistung!

Die Abfahrt auf der Schotterpiste Richtung Koppsee war dann Euphorie pur.

Ich habs dann noch bis Ischgl rollen lassen. Für den Aufstieg zur Bodenalpe war ich zu platt. Die Mtb'ler waren fitte junge Kerls - die sind das noch angegangen.

Heute regiert mich das Wetter: Da ab Nachmittag und für Morgen heftige Gewitter angesagt sind, und ich keine Lust habe im Gewitter auf dem Fimberpass meine Nerven zu testen, bleibe ich in Ischgl. Hotel Jägerhof - sehr empfehlenswert und mit feiner Küche:-). Die Taktik sieht nun folgendermassen aus: Im schlechten Wetter zur Heidelbergerhütte. Am Donnerstag dann im schönen Wetter dann über den Pass.

Für Martina: Alle im Hotel grüssen dich:-). und Danke für den Tip.

Noch kurz was zum Training für so eine Tour. Das ist ein alpines Unternehmen. Rollerfahren ist gut, sehr viel Rollerfahren ist sehr gut. Aber das reicht nicht.  Stundenlang den Roller auf steinigem und schottrigen Untergrund schieben und heben(!) erfordern die entsprechende Oberkörper- und Wadenmuskulatur. Und ohne eine ausgeprägte Trittsicherheit wirds eher ermüdendet bis gefährlich.

Und heute schau ich mir Tour de France an*g*

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So

05

Jul

2015

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Start - oder: The whole funky Vogelscheisse

Bahn in Heilbronn verspätet angekommen, und weil sich die Tür in Kirchheim nicht schliessen lies, weitere 10 minuten obendrauf. In Stuttgart voll Chaos. Bahnsteige überfüllt, Durchsagen in dem Gewusel nicht verständlich. Und alle paar Minuten wurde ne neue Verspätung auf ein anderes Gleis verschoben. Ein EC blieb im Bahnhof stehen und die Passagiere wurden auf Regionalzüge verteilt. Konsequenz: Zug in Stuttgart verpasst, darausfolgend, den in Ulm auch. und am Ende kam ich so spät in Garmisch an, dass ich die dortige Katastrophe nicht mehr kompensieren konnte. BMW hatte eine Grossveranstaltung mit 4000 Bikern und weiteren geladenen Gästen. Die haben dort sogar die Besenkammern vermietet. Züge nach vorne (Ehrwald) waren weg, zurück wollte ich nicht. Also fröstelte ich mich durch die Nacht auf einem extrem unbequemen Sitz am Bahnsteig. Geschlafen aufaddiert vieleicht 1Stunde, aufgeteilt in 10 Minutenphasen.

Dass dies die erste Etappe beeinflussen würde, war klar. Trotzdem wars ein Klasse Rollertag. Hinter Ehrwald der Blick in die Zugspitz-Südwand, die Orchideenwiese unterhalb des höchsten Punktes der Etappe, und dann noch ein Trailabstecher mit zurückschieben (Da wos im Roadbook heisst: bei Strassenberührung auf Schotter links- etwas oberhalb links einen Wurzelpfad zurück Richtung Ehrwald. Ein Knallerwurzeltrail!). Die Abfahrt auf der Via Claudia ist nett. Die sogenannte "ausgesetzte Stelle" harmlos. Aber im trockenen Schotter waren ein paar heftige Verbremser erkenbar. Und meine Erkenntniss von der Alb hat bestand: Downhill hängen Mtb'ler einen Rollerfahrer nur ab, wenn sie sehr gut sind.

Für die Freunde des gepflegten Dogmas: Rucksack - sonst nix!

Oberhalb Imst gings aus dem Wald in die Knallhitze auf Asphalt. Da hab ich die Nacht dann büssen müssen. Ab Imst/Pitztal gings mit der Bahn und Bus nach Stanton. Hotel Montfort aus dem Roadbook: Super! Gemütliche Zimmer, Sauberkeit vorbildlich, Hoteliers mit der richtigen Mischung aus professioneller Distanz und persönlichem Anteilnehmen.

Tagesabschluss ein Besuch im Nachbarhaus: Grüne Bohnen, Tomaten, Schalotten, neue Kartoffeln und dazu eine Beilage auf den Punkt gebraten.

Und ein herausragendes Coaching durch meine Frau :-)!

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Sa

04

Jul

2015

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Los gehts!

Heute mittag mit dem Zug bis Garmisch. Dort übernachten. Wecker schellert am Sonntag um 5:00 - und um 6:00 steh ich auf dem Roller über den Fernpass.

Ich werde zwischendurch berichten- tschüss:-)

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So

28

Jun

2015

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So sieht der Rucksack aus, wenn er die Alpencross-Ladung enthält. Was bis zum Start noch anders wird, ist die Flaschenaufbewahrung: die kommen aus den Seitentaschen raus und in Flaschenhalterungen an den Trageriemen.

Ansonsten wird sich nichts mehr ändern.

Der Plan ist, dass, mit Ausnahme der grossen Höhen, draussen übernachtet wird. Allerdings habe ich auf das Gewicht für die Kocherei verzichtet. Nur eine kleine Schale und ein Löffel für (Wasser-)Müsli kommt mit. Ich komme ja mindestens einmal am Tag an einer Ess- und Coffeintankstelle vorbei. Als Isomatte habe ich eine dünne Isomatte zurechtgeschnitt, sodass der Rumpf von Schulter bis Hüfte drauf liegt.

Im Folgenden nun die genau Ausrüstungsliste für die Tour:

 

 

 

 

 

1 Schlafsack Mountain Equipment Classic 300

1 Hüttenschlafsack

1 Stück abgeschnittene Isomatte

2 Paar Socken

2 Unterhosen

1 Funktionsshirt lange Ärmel

2 "                "   kurze Ärmel

1 dünner Fleecepulli

1 Gore Windbraker Weste

1 lange warme Stretchfleecehose, windabweisend

1 VauDe Regenjacke Bike

1 Radregenhose Texapore

1 Schirmmütze mit Nackenschutzlappen

1 kurze Alpinhose (5 Taschen mit RV!)

1 Paar Radhandschuhe

1 Paar Radhandschuhe Winter

1 Helmmütze

Je Arm 1 Schweissband um die Brille vor Überflutung zu retten

Tupperbox: Shampoo, Seifenblättchen, Zahncreme, Zahnbürste, Sonnencreme, Nagelclipser

1 Microfaserhandtuch + Microfaserwaschlappen

1 Ersatzbrille

1 Aufstecksonnenbrille (Clip)

Erste Hilfe: div. Pflaster und div. Verbandsmaterial bzw Mull; Octenisept Sprühpumpe, Dreieckstuch, Pinzette. Ausserdem 6 Ibuprofen 400,  6 Diclofenac 75

Werkzeugtasche: Gerber Minitool mit Flachzange, 3 Inbusschlüssel, 2 Gabelschlüssel, Kreuzschlitz - und Normalschraubenzieher, Flickzeug, Ersatzbremsbeläge, Bremsscheibeneinschübe,  Kabelbinder

Je 1 Ersatzschlauch 26/20

Je Rucksackträger ein Flaschenhalter mit je 1 x 0,6l

Tupperdose 1 kg Müsli, 300g Chia, 1 Esslöffel

1 kleiner Napf

10 Riegel

3 Landkarten

1 Actioncam incl. Ladegerät

1 Ladegerät Handy

Am Bauchgurt des Rucksackes ist die kleine Fototasche befestigt

Das sind unglaubliche 8,86 kg. Das Gewicht ist kein Problem für die Beine. Die Hauptprobleme sind schnelle Gewichtsverlagerungen auf Trails sowie eine Ermüdung der Arme durchs Abstützen.

 

In der Tasche auf dem Lenkervorbau:

Geldbeutel mit Ausweiss etc.

1 kleines Notizheft incl. Stift

Handy

Pfefferspray (attendi di cane*g*)

Die Fotokopierten und eingeschweissten Routentabellen aus dem Albrecht-Roadbook.


In Sachen Geld habe ich mich entschlossen mal eine Prepaid-Reise-MasterCard der "Deutschen Reisebank" zu versuchen. Da kommt nur Wochenweise kleines Geld drauf. Wer die klaut kann nichts abheben, weil es kein Kreditvolumen gibt.

 

Ich trage einen Decathlon 3/4 hohen Bergschuh Forclaz 700 mid, Novadry. Schuh fährt sich Super auf dem Roller, ist aber eine Schwitzhütte am Fuss. Und für die Abfahrten habe ich noch meinen Helm dabei.

 

Je nach Situation kann noch der eine oder andere Tropfen Getränk im Rucksack landen, und auch mal 2-3 Bananen.



 

 

 

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Fr

26

Jun

2015

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http://www.transalp.info/albrecht-route/

Das ist der Weg - und diesmal ist der Weg wirklich das Ziel. Wobei das Ziel schon das Ziel bleibt ;-).

Sollte mir dieses Abenteuer wirklich gelingen dann habe ich das vor allem und hauptsächlich meiner Frau zu verdanken! Ohne ihre mentale Unterstützung, ihre Bereitschaft mich auch mal durch Zweifel und Motivationslöcher zu ertragen, würde ich jetzt nicht sagen können:

Ab Montag 29.6. 2015 sitze ich in den Startlöchern und fahre los, wenn ein sich stabiles Wetterhoch aufbaut.

Natürlich mit meiner Tektoss Wildcat. "Natürlich" deswegen, weil ich mir das Urteil erlaube, dass es derzeit keinen anderen Roller auf dem Markt gibt, der einen derart ausgewogenen Kompromiss aus Robustheit und Langstreckentauglichkeit darstellt. Das Tektoss sich für Stahl als Rahmenmaterial entschieden hat, ist ein Pfund, mit dem sie noch lange wuchern können - Alu auf fesligem Trail hat die Eigenschaften einer Coladose. Die spezielle Rahmenrundung mit dem mittig draufgeschweissten "Hahnenkamm" als Protektor sorgt bei Tektoss dafür, dass beim Aufsetzen eher ein Kufeneffekt entsteht, denn ein Dagegenfahren. Der rechtwinklige Übergang vom Traczer Arrow von Trittbrett zu Rohr ist dagegen schon kriminell. Der eigentlich gut angedachte Kickbike-Crosser ist mit seinem Alurahmen einfach zu schwach. Da hilft das kleine Blech am Trittbrettübergang auch nichts. Am ehesten sehe ich beim ehemaligen Geroy von MIBO das Potential ein guter Crosser zu sein.

Wenn ich mir die Einschlägen an meinen 2 mm Stahl anschaue, dann bin ich jeden Tag froh darüber, nicht so ne Coladose zu fahren.

Der Roller ist 1 (oder 2 *g*) Gramm schwerer denn andere. Und die Höhe des Trittbretts wird

auch öfter mal kritisch beäugt. Aber die Wildcat ist ein echter Cross/Trailroller, und wer in

diesem Gelände unterwegs sein will, kommt um diese Details nicht herum.

Als Vorbereitung zu dieser Tour habe jetzt in der letzten Phase versucht täglich, mindestens 4 Stunden auf dem Roller zu stehen. Im Moment roller ich bis einschliesslich Sonntag 5 Tage am Stück diese Zeit ab. Ab Sonntag sitze ich dann erstmal 2-3 Tage meine Superkompensation ab. Bis mir das Wetter dann auch wirklich gefällt, gehts in diesem Rhythmus weiter.

Eine detaillierte Gepäckliste gibts am Sonntagabend. Ich bin mir bei einigen Dingen noch nicht ganz klar.

Die Actioncam geht natürlich mit auf die Tour. Und diesmal bin ich auch in der Lage, die Bilder richtig rum einzutüten.

Nachtrag: warum der Link zur Albrechtroute nicht funktioniert weiss ich nicht - aber so ist das mit IT-Legasthenikern ;-).

 

 

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So

21

Jun

2015

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Sodelein, nach einer Woche Pause heute das erste mal wieder auf dem Roller gestanden. Fazit: ich habs noch nicht verlernt. - Meine alte Firma hatte mich angerufen, weil mein Nachfolger sein grosses Moped in den Strassengraben gelenkt hatte, und er jetzt seine neuen Schrauben im Rücken zum Bingo mit den Rehamädchen trägt. Vollzeitarbeit und Training war mir zuviel - deswegen die Pause.

Heute habe ich das erstemal ernsthaft und mit Waage Probegepackt. Der Inhalt wiegt inclusive der gefüllten Wasserflaschen 8198g. Plus Rucksacktara bin ich dann bei satten 9 kg. Das ist mir zuviel für diese Tour. Entweder lass ich die Idee mit dem draussen Pennen fallen - dann sind das schlagartig gute 3 kg weniger (Schlafsack, Isomatte, Kocher, Topf und Essen für jeweils 2 Tage); oder ich spare an Details bei Hygiene, Bekleidung etc. Aber da ist das Einsparpotential einfach begrenzt: mehr wie 1,2 kg bekomme ich selbst bei rigorosem Minimalismus nicht runter.

Ich werde nochmal drüber schlafen :-).

Ein anderes Thema wird mir seit längerem von aussen her angetragen: Die "richtige" Ernährung. Lowcarb, Highcarb, Paläo, Vegan, die jungfräuliche Geburt und das Ende der Welt. Letzlich all diese Ansammlungen von Glaubenssätzen. Wenn sich Glaubenssätze dann noch akkumulieren, dann ist die Ideologie, also ein System der Welterklärung, komplett.

Was das mit dem Rollern zu tun hat: kommt weiter unten.

Wir altern - so ist das Leben. Jenseits genetischer Präpositionen, sind wir ein Stück weit selbst dafür verantwortlich wie dieser Prozess verläuft. Die normative Vergiftung (Arbeit, Verkehr usw.) ist für den Einzelnen nur indirekt beeinflussbar. Direkt Einflussnehmen kann der Einzelne nur über den komplexen Prozess, den man Lebensstil nennt, vornehmen. Und in diesem spielt Ernährung eine grosse Rolle.

Bevor ich mich nun in grösseren zivilisationskritischen Ansätzen verliere, muss erst einmal unterschieden werden zwischen "gesunder Ernährung" und den Bedürfnissen des (Leistungs-)Sportlers. Sport als Leistungssport ist nämlich selten gesund. Die Begriffe "Fettverbrennung" "ATP", "Lipidsäuren" und "aerobes Training" wurden nicht von den neuen Gurus erfunden, sondern sind Ausdauersportlern schon länger bekannt. Natürlich hat sich das alles weiterentwickelt, und ist zum Glück auch dem "Stinosportler" zugänglich (ich empfehle das aktuelle Juniheft von bike mit einem Superartikel dazu). Nicht geändert hat sich jedoch, dass es jenseits von generellen Stoffwechselvorgängen auch noch persönliche Befindlichkeiten gibt.

Für mich gilt: Solange es um die Belange von Ausdauerleistung geht, gehen mir Theorien der gesunden Ernährungsweise am Arsch vorbei. Soll heissen, dass ich versuche gesund zu Essen, wenn das geht. Aber auf Dogmen keine Rücksicht nehme, wenn ich es zur Leistungserhaltung benötige. Eine Bekannte hat die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, als sie erfuhr, dass ich Reis als Ausdauergrundlage nehme. Dies deswegen, weil ich mit Nudeln und Kartoffeln (auch nicht in der Schale gekocht und kalt - günstiger glykämischer Effekt) keine guten Erfahrungen gemacht habe. Die schlechtesten Erfahrungen habe ich im übrigen mit Müsli: damit hatte ich meist schon nach einer Stunde ein Loch im Magen und einen brutalen Leistungsabfall. Reis funktioniert dagegen für mich ganz wunderbar.

Ich will die "Albrecht-Route" abrollern. Was es auch immer dazu braucht - ich werde es essen.

Und: Ich verspreche hoch und heilig, daraus dann keine neue Ernährungstheorie zu basteln.

Obwohl: Wenn genügend Vorbestellungen für meine Broschüre "Mit Reis zum garantierten Rollerglück" (29,90 plus Versand) eingehen, werde ich mir das nochmal überlegen...



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So

07

Jun

2015

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4 grandiose Tage auf der Schwäb. Alb.

Das versprochene Video wird gerade bearbeitet - denn *ggg* leider hat die chinesische Anleitung nicht mit meiner schwäbischen Lesart gegroovt. Im Moment ist es noch so, dass der aufgenommene Downhill leider auf dem Kopf stehend gefilmt wurde. Wir versuchen gerade, das nachträglich zu ändern. Wenns nicht gelingt, dann müsst Ihr entweder den Laptop/Tablet auf den Kopf stellen - da kommt das ganz gut. Ansonsten empfehle ich einen Kopfstand ;-).

Kilometerfressen im Lautertal.

Das Fazit: Die Form stimmt, die Technik auch. Einmal hatte ich einen Leistungseinbruch, aber ansonsten konnte ich gut mit der radelnden Ute mithalten.

Auf dem Rückweg sind wir noch schnell in die Löwensteiner abgebogen, um eine Vergleichsrunde zu drehen. Nach den Trails auf der Alb bin ich jeden Trail ohne Bremse gefahren. Es ist irre wie sich die Massstäbe bzw die Wahrnehmungen verändern, nach Downhills "on the edge".

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Di

02

Jun

2015

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i did it! War ganz einfach: Geldbeutel auf, Cam eingepackt - fäddisch. Ich weiss gar nicht, warum ich das nicht schon früher fertig gebracht habe.

Vom Trainingslager wirds Actioncam-Videos geben.

Wenns nicht gerade nass ist, stürz ich mich aus diesem Anlass extra was Felsiges hinunter. Der Roller wirds überleben, die Cam bestimmt auch - und ich hab ja die AOK im Rücken. *g*


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So

31

Mai

2015

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Da ich ja nicht so der Photographierer bin, gibts erst wieder am nächsten Sonntag neue Bilder. Denn da komme ich von 4 Tagen Trainingslager im Jura zurück *g*.

Ansonsten: die Form stimmt! 39,2 km, 704Hm, ca. 4km Trail, der Rest geschotterte Waldwege in 2Std 10 Min. Das ergibt einen gerundeten 18er Schnitt. Für den Untergrund und für einen alten Mann sehr zufriedenstellend*ggg*.

Um das aber im rechten Licht zu zeigen, muss man dazu sagen, dass 16km beständig mit leichtem Gefälle durchs Schozachtal gingen.

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Mo

25

Mai

2015

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Über Pfingsten nichts Neues - nur Rollern :-).

Heute Abend habe ich mich mal aufgerafft und dem geschundenen Rahmen eine Streicheleinheit verpasst. Das Gelände hat doch seine Spuren hinterlassen. Also lose Stellen abgekratzt, Rost abgeschmirgelt und dann eine Grundierung in 3 Lagen aufgebracht.  Bin gespannt wie lange die hält.

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Mo

18

Mai

2015

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Erkenntnis des Tages: Nachdem ich schon nach der Albtour die Bremsbeläge abschleifen musste, und mir das heute wieder passierte - auch ans Hinterrad kommt eine 180er Bremsscheibe!

Heute war das Ziel Tempo! Egal wieviele km es werden - aber jeder km wird Vollspeed gefahren. Es wurden 34km Vollgas, und 10km schleichend dann als Kreuzweg nach Hause.

Morgen ausrollern, und dann 3 Tage Superkompensation. Am WE gehts dann wieder fröhlich weiter...:-).

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Sa

16

Mai

2015

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Aus- für mich- aktuellem Anlass, heute mal ein paar Überlegungen zum Thema 26/20 - 29/20 und 29/26. Eine Debatte bzw. Widerspruch ist ausdrücklich erwünscht!

Dieses Thema wird auf der Strasse und beim Canicross immer wichtiger. Für mich als 'Human Powered Stepcrosser' stellt sich das aber etwas anders dar. Wobei ich im folgenden auf die Sichtweise des Strassensports gar nicht eingehen will - dort gelten ganz andere Kriterien.

 

Zunächst will ich auf einen grundlegenden Unterschied von Canicrossern und und reinen Trittcrossern hinweisen: Die Canicrosser fahren mit hohen Geschwindigkeiten auf einem unebenen, manchmal rutschigen und/oder wurzeligen Untergrund. Da können auch mal ein richtig derbe Schläge ins Gefährt einwirken. - Ich befahre mit meinem TEKTOSS darüberhinaus aber auch steile Trails mit felsdurchsetzten lehmigen Untergründen bis hin zu reinen Felspassagen.

Wie wirkt sich das jetzt auf die Anforderungen an den Roller aus?

Die Canicrosser wollen wegen der hohen Geschwindigkeiten vor allem Laufruhe im Vorderrad. Da ist ein 29er VR, das alle Unebenheiten einfach wegbügelt natürlich von Vorteil. Ausserdem sorgt der fette 29er auch für Dämpfung. Im Grunde gelten hier die gleichen Pro-Argumente wie beim MTB.

Mir ist dagegen Agilität, Wendigkeit und exaktes Ansteuern auf einem steilen Trail wichtiger. Die Aussage "wer lenken kann, arbeitet sowieso mit dem Schwerpunkt", ist in diesem Fall nur die halbe Wahrheit. Bei einem steilen und felsigen Trail sind schnelle und heftige Lenkbewegungen unerlässlich. An meinem Roller sorgt für die Dämpfung eine Federgabel.

Meine Schlussfolgerung: Für meine Art zu Rollern kein 29er Vorderrad - ich bleibe beim 26er.

Ähnlich ist es mit dem Hinterrad. Canicrosser und Trittcrosser haben unterschiedliche Anforderungen.

Für die Canicrosser ist eigentlich nur interessant, ob sie mit der Wade am 26er HR streiffen. Beim flotten Trailen ohne Hund gibts aber deutlich mehr Punkte, die zu beachten sind. Oft genug sind die Arme zu kurz - so weit versuche ich den Hintern nach hinten zu bringen, um nicht über den Lenker abzusteigen. Auf ein zu befürchtendes kostenloses Branding der Poritze kann ich aber dankend verzichten. Eine Verlängerung des Trittbrettes würde wieder auf Kosten der Agilität und Wendigkeit des Rollers gehen. Weiterhin führt ein längeres Trittbrett dazu, dass die Bodenfreiheit des Rollers relativ abnimmt (wir erinnern uns an den Zusammenhang von Radstand und Bodenfreiheit beim Toyota Landcruiser lang und Toyota Landcruiser kurz!). Ein weiteres Charakteristikum vom Fussbetrieb am Crossroller ist, dass aus voller Fahrt abgesprungen wird, und der Roller im Galopp über ein Hinterniss gehoben wird. Das geht mit einem leichteren 20er HR super. Wird der Hinterbau schwerer, verändert sich das Verhalten bzw. die Balance des Rollers aufs Heftigste. Beim Anheben des Rollers hängt der schwerere Hinterbau mehr durch - das wünscht sich kein Mensch.

Nochmal als Kurzfassung: 29er Vorderrad beim Canicross ganz unbedingt - beim Trettcrossen auf keinen Fall. 26er Hinterrad beim Canicrossen eventuell - beim Trettcrossen gar nie nicht.

Und ganz zum Schluss noch das wichtigste: 26/20 sieht einfach harmonisch aus ;-).

 

 

 

 

 

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Do

14

Mai

2015

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Zu der Gesamthöhenmeterzahl dieses Tages muss noch etwas gesagt werden: Nachdem ich die Strecke nochmal auf www.wandermap.de nachgefahren bin, stellte ich eine Diskrepanz in den Höhenmetern fest.

Erklärung: der Computer war auf Abfahrtshöhe Heilbronn eingestellt, und nicht auf Metzingen. Also habe ich die 2000hm-Grenze knapp verpasst. Drauf geschi....es war eine geile Tour.

Das Foto hat eine freundliche Trailrunnerin geschossen, die dafür extra ihren Trainingslauf unterbrochen hat:-).

Überhaupt Begegnungen: Nirgendwo trifft man soviele interessante Menschen wie "unterwegs". Und witzigerweise erkennen man einander sofort. Dieses mal habe ich einen älteren Herrn angesprochen, der mit dem Rad unterwegs war. Der war in ganz Europa, dem vorderen Orient und Nordafrika mit dem Rad.. Originalzitat: Seit ich 80 (!!!) bin, hab ich mir ein E-Bike zugelegt. Wenn der AKKu leer ist, hab ich immer noch Gelegenheit zum reintreten. - Der war an diesem Tag schon 110km unterwegs. Also wird er wohl auch "reingetreten" haben. Der wirkte nicht getrieben, sondern war die personifizierte Zufriedenheit. Was für ein Heroe der Landstrasse!

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Mi

13

Mai

2015

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Nach all dem Trainieren und Planen wurde es endlich Zeit, den Ernstfall zu Proben. Also gings auf die Schwäbische Alb. Der Uracher Felstrauf und der Strömfeldweg Richtung 'Hohen Neuffen' schienen mir dafür am passendsten.

Der neue Rucksack ist ein Camelbag 'Alpine Explorer'. Die Trinkblase habe ich rausgeworfen und komme so auf ca. 32l Volumen. Der RS ist ein Vollkontakter am Rücken, d,h, der liegt satt an und entwickelt kein Eigenleben auf dem Trail. Diese ganzen Theorien zu Schwiessvermeidung durch Belüftung sind Kundenverarsche.

In einem Schotterfeld mit Sonneneinstrahlung, womöglich noch südseitig, fliesst der Schweiss in Bächen - mit oder ohne Belüftung.

An den RS kommen noch je Träger 1 Flaschentasche von 'raidlight'. So umgehe ich die keimigen Trinkblasen und ihre noch keimigeren Ventile. Diese Aussage gehört nicht zu den 'entgültigen Wahrheiten', sondern ist rein subjektiv *g*.

Ab hier wars entgültig aus mit der Rollerei. Bis zur Oberkante Albtrauf war Schieben nun alternativlos. Nein, falsch! Ein paar Meter tragen durften es dann auch noch sein.

Die Strecke führte über Neuhausen aufs Rossfeld und von dort zum Rossfels. Im obersten Teil bin ich rüber zum 'Dettinger Weg' gegrätscht, um mehr felsigen Untergrund bewältigen zu können. Vom Rossfels gings über Sonnenfelsen, Hölllöcher, Ostrand der Fohlenhofweide immer rauf und runter dicht am Trauf entlang. Dann ratterte ich den Downhill zum Gütersteiner Wasserfall hinunter. Eine Steilstufe getragen, 2x je ca 10m geschoben. In der Reststrecke hatte ich es eilig ;-). Dann im unteren Teil des Hanges nach Dettingen. Dort war Döner/Pommes-Time. Der 'king-kebab' war wie immer klasse. Mit voller Wampe rauf nach Kappishäusern, und von dort auf den erkalteten Vulkan Jusi. In der Tragepassage (160hm!) habe ich mir ernsthaft überlegt, ob ich den Döner nicht besser auskotze bevor ich keine Wahl mehr habe.

Merke: Fetter Döner = Grosse Pause!

Jedenfalls gings danach über das Hörnle weiter bis zur Weggabelung Hohen Neuffen - Dettingen. Und von dort Highspeed nach Dettingen und weiter nach Metzingen zur DB.

Diese farblich etwas gewöhnungsbedürftigen Treter sind ein Produkt von Decathlon:Quechua Forclaz 700 Novadry. 89,90€.

Klar war, dass für Alpenässe um die 2700m Höhe, sowie dem dazugehörenden Schotterambiente, ein Laufschuh nicht mehr in Frage kommt. Klar war aber ebenso, dass ich keine 150-200€ ausgeben wollte. Nach den guten Erfahrungen mit dem Trailrunner von Decathlon, hab ichs riskiert und dieses Modell erstanden.

Fazit nach diesem Probelauf: Super!

Gleich vorweg: als Wanderschuh würde ich mir den Schuh nicht kaufen wollen. Die Dämpfung im Absatz ist so überausgeprägt, dass der Fuss beim Aufsetzen ins Schwimmen kommt.

Aber für den Roller ist der Vorderfuss herrlich Weich in der Biegung, die Sohle hat einen höllen Grip auf Fels. Sogar mit patschnasser Sohle stand ich mit diesem Schuh auf dem extrem rutschigen Trittbrett der Wildkatze (das einzige Manko dieses Rollers) recht gut.

Hier ist die kurze Tragepassage zwischen Sonnenfels und Rossfels zu sehen. Das Tragen war in beiden Passagen dieser Tour ganz gut zu bewältigen - soweit es das Gehen anbelangt. Für die Schulter war es in der zweiten und längeren Passage die Hölle.

Viel schlimmer denn die Tragerei ist allerdings langes Schieben auf steilen Schotterwegen. Da brennen die Waden schon nach wenigen hundert Metern Strecke. Es ist auch nicht möglich in einen Trott zu verfallen um dann irgendwann anzukommen. Beim Rollerschieben auf Schotter muss man die Konzentration hoch halten und auf das Vorderrad achten. Nur vorausschauendes Steuern verhindert, dass man alle paar Meter aus dem Rhythmus gerissen wird und das blockierte VR über was-auch-immer heben muss.

Soweit es meine Kondition betrifft, habe ich genau hier noch Defizite.

Sowohl beim Cruisen auf Trails, als auch beim Schieben und beim Tragen ist alles was am Roller hängt von Übel. Mit dem Rucksack bleibt man nirgends hängen, nichts beeinträchtigt den Schwerpunkt, und beim Tragen fällt einem nicht alles auf den Kopf *g*.

Sonnenfels und Blick ins Ermstal. Auf diesem Untergrund sind in einem längeren Bergaufstück 2 mtb'ler auf mich aufgefahren (ich habe da geschoben). Die nachfolgende Abfahrt bestritt ich mit wenigen Metern Vorsprung. Die beiden dachten wohl, dass da wo ein Roller runter rauscht, sie blind folgen können. Da haben die Wendigkeit der TEKTOSS-Wildkatze unterschätzt.

Jedenfall hörte ich hinter mir erst einen "Bums" und dann einen Fluch. Die beiden kamen noch einmal dicht an mich heran, um mich auf der nächsten Abfahrt wieder zu verlieren. Ich hab sie dann nicht mehr wieder gesehen. Da rechts der Weidezaun war, und links die Felsen ins Tal abfielen, haben sie es wohl aufgegeben *flööööt*.

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Mi

13

Mai

2015

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Warum TEKTOSS Wildcat?

Wenn ich ganz ehrlich bin, dann hatte ich zwar eine Ahnung was ich wollte - aber gar keine Ahnung, mit welchem Roller das zu realisieren war. Und nur weil ich durch Zufall auf die TEKTOSS-HP gestossen bin, fand ich diesen Roller. Ein weiterer glücklicher Zufall führte mich dann zu Peter Hummel: http://www.simply-outside-shop.de/

Dessen geduldiges Ohr und seine kompetente Auskunft gaben mir die Sicherheit, dass ich mit der TEKTOSS Wildkatze richtig lag. Und NEIN! ich bin nicht Bestandteil von Peters Werbeetat ;-)

 

Kaum war der Roller da, lies ich dann erstmal keinen Fehler aus. Ich versuchte zu früh Schnell zu fahren, ich fuhr zu früh lange Strecken und ich hörte nicht auf die Körpersignale. Konsequenz war eine hartnäckige Entzündung der Zwischenrippenmuskulatur mit beinahe 4 Wochen Rollerpause. Aber dann...wurde alles gut.

Mein Eigenaufbau hat folgende Konfiguration: Rock Shox Reba Gabel, 180/160 XT Scheibenbremsen, und zwischenzeitlich vorne Schwalbe Rocket Ron 26er, sowie hinten Big Ben 20er.

Ursprünglich kommt der TEKTOSS aus dem Canicross-Bereich (Zughundesport). Ich habe aber das Potential für Touren abseits der Waldautobahnen sofort erkannt. Die hohe Bodenfreiheit in Verbindung mit der herausragenden Wendigkeit, machen diesen Roller einzigartig. Dazu kommt, dass das Hauprohr aus 2mm Stahl besteht. Der Rahmen flext nicht, und lässt einen vertrauensvoll auch die derbsten Trails entlang bzw, runter düsen.

14cm Trethöhe sind nur dann ein Problem, wenn man lange Asphalt- oder Waldautobahnstrecken hat. Aber da gehört die Wildkatze auch nicht hin: Ihr Revier sind Trails und alpine Wege.

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Mi

13

Mai

2015

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Nachdem die Marokko-Seifenblase geplatzt war, dauerte es etwas...aber dann schaute ich wieder nach vorne und entwickelte eine neue Idee: Ein Alpencross auf einer der MTB-Strecken sollte es werden. Und weil ich lieber langsam in dieses neue - alte Metier einsteigen wollte, entschied ich mich für die Albrecht-Route.

Um die Muskulatur auf diese neue Belastung vorzubereiten, versuchte ich es mit dieser Methode. Ziel war, das Rollern mit Rucksack zum Normalzustand werden zu lassen. Nun ja...wir werden es gemeinsam erleben *g*.

Nachdem ich mit etwas Erfahrung gesegnet bin, was Ausrüstung angeht, entschied ich mich für einen Ausrüstungsmix aus Trailrunning, alpinem Wandern und MTB-Klamotten. In den folgenden Beiträgen werde ich immer dann, wenn ein Ausrüstungsgegenstand zu sehen ist, dazu dann auch etwas tippen. Bei der ersten ernst zu nehmenden Probetour, gabs nichts nachzubessern.

 


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Jahrgang 1949

-Klettern by all means seit 1964

-1 Jahr Knast wegen erwiesenem Schwachsinn.

-Berufungen u.a. als Gärtner, Aushilfskoch, Coach und Monteur.

-Einen sehr gelungenen Sohn.

-Mit einer Frau verbandelt, die auf allen Gebieten mindestens 1 Kunststück kann.

-Die letzen Jahre mehr auf dem mtb denn am Fels-

und die Wüsten als neue Spielwiese entdeckt.

-Fazit: das was wichtig ist, ist letzlich gut geworden. die Jahre in denen es nicht so gut lief, sind nur der Preis, der dafür nötig war.